Winterschlaf
Seit ein paar Wochen merke ich es: Ich bin im Winterschlafmodus. Ich brauche deutlich mehr Schlaf und komme schwieriger aus dem Bett.
Draußen ist es kalt und ungemütlich. Um mich morgens aufzumuntern, zünde ich gerne eine Kerze am Frühstückstisch. Rauszugehen, kostet mich jedes Mal eine mittelgroße Überwindung. (Ich tue es trotzdem. Denn das tut mir das jedes Mal gut.)
Ich habe das Bedürfnis, Verabredungen viel vorsichtiger zu dosieren und stattdessen viel mehr Zeit auf der Couch zu verbringen. In meiner flauschigen Decke eingemummelt, mit einer dampfenden Tasse Tee. Meine Begleitung: ein gutes Buch, eine nette Serie oder Rätselbuch und Stift ... Ach, herrlich!
Dieses Jahr versuche ich zum ersten Mal nicht, gegen diese Bedürfnisse anzukämpfen. Ich lasse mich darauf ein. Die Natur schläft und ich schlafe auch ein bisschen mit.
Ja, ich bin im Winterschlaf und ich merke, es ist gut so.