Winterschlaf
Seit ein paar Wochen merke ich es: Ich bin im Winterschlafmodus. Ich brauche deutlich mehr Schlaf und komme schwieriger aus dem Bett.
Draußen ist es kalt und ungemütlich. Um mich morgens aufzumuntern, zünde ich gerne eine Kerze am Frühstückstisch. Rauszugehen, kostet mich jedes Mal eine mittelgroße Überwindung. (Ich tue es trotzdem. Denn das tut mir das jedes Mal gut.)
Ich habe das Bedürfnis, Verabredungen viel vorsichtiger zu dosieren und stattdessen viel mehr Zeit auf der Couch zu verbringen. In meiner flauschigen Decke eingemummelt, mit einer dampfenden Tasse Tee. Meine Begleitung: ein gutes Buch, eine nette Serie oder Rätselbuch und Stift ... Ach, herrlich!
Dieses Jahr versuche ich zum ersten Mal nicht, gegen diese Bedürfnisse anzukämpfen. Ich lasse mich darauf ein. Die Natur schläft und ich schlafe auch ein bisschen mit.
Ja, ich bin im Winterschlaf und ich merke, es ist gut so.
Seit ein paar Wochen merke ich es: Ich bin im Winterschlafmodus. Ich brauche deutlich mehr Schlaf und komme schwieriger aus dem Bett.
Draußen ist es kalt und ungemütlich. Um mich morgens aufzumuntern, zünde ich gerne eine Kerze am Frühstückstisch. Rauszugehen, kostet mich jedes Mal eine mittelgroße Überwindung. (Ich tue es trotzdem. Denn das tut mir das jedes Mal gut.)
Ich habe das Bedürfnis, Verabredungen viel vorsichtiger zu dosieren und stattdessen viel mehr Zeit auf der Couch zu verbringen. In meiner flauschigen Decke eingemummelt, mit einer dampfenden Tasse Tee. Meine Begleitung: ein gutes Buch, eine nette Serie oder Rätselbuch und Stift ... Ach, herrlich!
Dieses Jahr versuche ich zum ersten Mal nicht, gegen diese Bedürfnisse anzukämpfen. Ich lasse mich darauf ein. Die Natur schläft und ich schlafe auch ein bisschen mit.
Ja, ich bin im Winterschlaf und ich merke, es ist gut so.
Immer sanfter
Seltsam irgendwie. Vor fast 25 Jahren habe ich mich für die Selbstständigkeit entschieden, weil ich Herrin meiner Zeit sein wollte.
Jahrelang habe ich mich selbst aber als Angestellte behandelt: Und nein, ich hatte in der Zeit keine besonders nette Chefin …
Jetzt übe ich mich darin, immer sanfter zu mir zu sein. Denn mir Druck zu machen, mich immer wieder zu ermahnen und mit mir zu schimpfen, bringt auf Dauer nicht wirklich viel.
Und falls ich mal einen Rückfall habe (das kann immer mal wieder passieren), suche ich mir ein schönes Heft aus und versuche, darin sanfte Gedanken zu sammeln.
Seltsam irgendwie. Vor fast 25 Jahren habe ich mich für die Selbstständigkeit entschieden, weil ich Herrin meiner Zeit sein wollte.
Jahrelang habe ich mich selbst aber als Angestellte behandelt: Und nein, ich hatte in der Zeit keine besonders nette Chefin …
Jetzt übe ich mich darin, immer sanfter zu mir zu sein. Denn mir Druck zu machen, mich immer wieder zu ermahnen und mit mir zu schimpfen, bringt auf Dauer nicht wirklich viel.
Und falls ich mal einen Rückfall habe (das kann immer mal wieder passieren), suche ich mir ein schönes Heft aus und versuche, darin sanfte Gedanken zu sammeln.
Verzweifeln
Bei jedem anspruchsvollen Projekt gibt es einen Moment, in dem ich verzweifle. Ich verzweifle und zweifle auch an mir.
Früher habe ich jedes Mal vergessen, dass dieser Moment jedes Mal kommt.
Dass am Ende alles immer gut wird, habe ich auch gerne vergessen. Meine Arbeit war bisher immer gut genug. (Wenn ich ganz ehrlich mit mir bin, oft deutlich besser als gut genug.)
Was versuche ich jetzt, stattdessen zu machen? Mich daran zu erinnern:
− Diesen Moment gibt es jedes Mal.
− Am Ende ist immer alles gut gegangen.
− Deine Arbeit war immer gut genug.
− Atme tief durch.
− Hol dir ein schönes Heft.
− Notiere dir ein paar lose Gedanken.
− Das wird schon.
Bei jedem anspruchsvollen Projekt gibt es einen Moment, in dem ich verzweifle. Ich verzweifle und zweifle auch an mir.
Früher habe ich jedes Mal vergessen, dass dieser Moment jedes Mal kommt.
Dass am Ende alles immer gut wird, habe ich auch gerne vergessen. Meine Arbeit war bisher immer gut genug. (Wenn ich ganz ehrlich mit mir bin, oft deutlich besser als gut genug.)
Was versuche ich jetzt, stattdessen zu machen? Mich daran zu erinnern:
− Diesen Moment gibt es jedes Mal.
− Am Ende ist immer alles gut gegangen.
− Deine Arbeit war immer gut genug.
− Atme tief durch.
− Hol dir ein schönes Heft.
− Notiere dir ein paar lose Gedanken.
− Das wird schon.
Manifest
Mein Blog ist vor mehr als 10 Jahren als eine Art Tagebuch entstanden. Ein Journal, in dem ich mir meine Gedanken und Beobachtungen aus meinem Alltag als Übersetzerin notierte.
Als mein Deutsch über die Jahre besser wurde, wurden meine Blogartikel länger, gehaltvoller und auch zeitaufwändiger.
Auf dem Weg ist das Spielerische und auch die Freude am Schreiben ein bisschen verloren gegangen. Der (selbstgemachte) Druck ist vielleicht zu groß.
Ich dachte, ich kehre zu meinen Anfängen zurück und notiere hier lose Gedanken.
Ich möchte mich von all dem lösen, was „richtiges“ Bloggen für mich so zeitaufwändig macht. Nämlich: die SEO-Bedenken, eine wirklich ansprechende Überschrift, das obligatorische Bild und das Lektorat durch muttersprachliche Adleraugen.
Ich löse mich jetzt davon und sehe das als kleines Experiment und eine wunderbare Gelegenheit für mich, weiterhin meinen Perfektionismus nach und nach loszulassen.
Ich konzentriere mich dabei auf das, was mir am meisten Freude bereitet. Was mir auch am meisten liegt: Beobachten, Reflektieren, Schreiben, Gedanken teilen ...
Ich freue mich, wenn du mich liest.
Ich freue mich, wenn meine Gedanken dir helfen und dich inspirieren.
Ich freue mich, wenn du auch deine (losen) Gedanken mit mir teilst.
Mein Blog ist vor mehr als 10 Jahren als eine Art Tagebuch entstanden. Ein Journal, in dem ich mir meine Gedanken und Beobachtungen aus meinem Alltag als Übersetzerin notierte.
Als mein Deutsch über die Jahre besser wurde, wurden meine Blogartikel länger, gehaltvoller und auch zeitaufwändiger.
Auf dem Weg ist das Spielerische und auch die Freude am Schreiben ein bisschen verloren gegangen. Der (selbstgemachte) Druck ist vielleicht zu groß.
Ich dachte, ich kehre zu meinen Anfängen zurück und notiere hier lose Gedanken.
Ich möchte mich von all dem lösen, was „richtiges“ Bloggen für mich so zeitaufwändig macht. Nämlich: die SEO-Bedenken, eine wirklich ansprechende Überschrift, das obligatorische Bild und das Lektorat durch muttersprachliche Adleraugen.
Ich löse mich jetzt davon und sehe das als kleines Experiment und eine wunderbare Gelegenheit für mich, weiterhin meinen Perfektionismus nach und nach loszulassen.
Ich konzentriere mich dabei auf das, was mir am meisten Freude bereitet. Was mir auch am meisten liegt: Beobachten, Reflektieren, Schreiben, Gedanken teilen ...
Ich freue mich, wenn du mich liest.
Ich freue mich, wenn meine Gedanken dir helfen und dich inspirieren.
Ich freue mich, wenn du auch deine (losen) Gedanken mit mir teilst.