Langer Atem

Ich stelle immer wieder fest: Für die Selbstständigkeit brauche ich einen langen Atem. Und eine gute Dosis Zuversicht.

Einer meiner Lieblingskunden überhaupt, ein Audioguides-Anbieter, hat die Coronapandemie nicht überstanden.

Von einem Tag auf den anderen haben sich die Zentrale in London und die Filialen in Berlin und in Barcelona von mir verabschiedet (in Klartext: sie sind Konkurs gegangen). Alle drei hatten mich und meine Arbeit geschätzt. Alle drei hatten mir mit Aufträgen gut versorgt.

Es hat ein gutes Jahr gedauert. Da hat sich Adam gemeldet. Er arbeitet jetzt selbstständig. Ob ich diesen schönen Auftrag übernehmen mag.

Es hat noch ein zweites Jahr gedauert. Da hat sich Verena gemeldet. Sie arbeitet jetzt woanders. Ob ich sie in der neuen Firma unterstützen mag.

Es hat noch ein weiteres Jahr gedauert. Da hat sich Peter gemeldet. Auch er arbeitet jetzt woanders. Und siehe da, er hat mich in diesem übersetzungstechnisch mehr als flautigen Jahr ganz gut über den Sommer und den Herbst getragen.

Ich stelle immer wieder fest: Für die Selbstständigkeit brauche ich einen langen Atem. Und eine gute Dosis Zuversicht.

Marta Pagans

Es gibt nichts Schöneres, als sich zwischen verschiedenen Kulturen und Sprachen hin- und herzubewegen

https://www.marta-pagans.com
Zurück
Zurück

Novemberwetter

Weiter
Weiter

Manifest